Hinweise zum Tierurlaub
Ratschläge und Hinweise für einen gut organisierten, entspannten Urlaub im TierHotel:
- Bitte geben Sie die Besonderheiten der Tiere an, und vereinbaren Sie einen vertrauensbildenden Probeaufenthalt (3 Tage zum halben Preis, z.B. jeden Mo.-Mi. od. Di.-Do., sofern keine Feiertage oder Schulferien betroffen sind, denn Neuankömmlinge brauchen mehr Eingewöhnungszeit).
- Bei frühzeitiger Anmeldung haben Sie eine höhere Buchungs- und Reisesicherheit, v.a. in der Hochsaison (Sommer und Schulferien).
- Der Impfausweis verbleibt während des Aufenthaltes im TierSchloßhotel. Zecken-, Ungezieferbehandlung und die Impfung (siehe Anmeldeformular) sollten rechtzeitig vor dem Urlaub erfolgen.
- Unproblematische und gut gehorchende Tiere werden ohne Leine 3 x täglich im Park mit dazu passenden Spielfreunden ausgeführt.
- Die Umstellung auf die speziell bekömmliche und hochwertige TierSchloßhotel-Nahrung Care Royal ist kein Problem. Sie bestimmen eine der 8 Sorten, die Ihnen auch per Versand bequem geliefert werden. Auch mitgebrachtes Spezialfutter kann gefüttert werden.
- Zum ersten Aufenthalt kann ein bekannt riechendes Handtuch (mit Namen?) mitgebracht werden. Ein Tierphoto und Halsband mit Namen wären sinnvoll, wogegen Spielzeug, Körbe, Decken etc. aus Hygieneund Streitgründen nicht benötigt werden.
- Eine Unterbindung des Geschlechtstriebes v.a. bei dominanten Tieren wird empfohlen, denn dieser ist häufig der Grund für übertriebene Aggression, schlechte Gehorsamkeit und häufiges Markieren der Rüden. Mit diesem kleinen Eingriff, der bei anderen Haustieren auch aus gutem Grund durchgeführt wird, kann die Gesundheit der eigenen, der fremden Tiere und auch von eingreifenden Menschen abgesichert werden. Gesundheit und freie Bewegung sind wichtiger und entsprechen eher der Natur als ein meist nicht zu befriedigender Geschlechtstrieb.
- Anfahrtsbeschreibung von Stuttgart (0,5 Std.): B 10 Richtung Vaihingen/Enz. 3 km hinter Stuttgart rechts nach Markgröningen (6 km). In Markgröningen (Achtung Radar) an der großen Kreuzung links Richtung Teilgemeinde Unterriexingen (4 km). In Unterriexingen nach Straßenenge rechts in die Schloßparkstraße 33. Am Ende der Schloßmauer finden Sie links im Schloß das TierSchloßhotel. Bitte nicht vor den Garagen auf der Wendeplatte parken! von München (ca. 2,5 Std.): A8 / A 81. Ausfahrt Stuttgart- Zuffenhausen, B10 Richtung Vaihingen/Enz (weiter wie oben). von Frankfurt (ca 2 Std.): A5/A6 auf A 81. Ausfahrt Stuttgart-Zuffenhausen, B10 Richtung Vaihingen/Enz (weiter wie oben). Bitte maximal einmal klingeln. Falls keine Reaktion, bitte Telefon 07147 5555 wählen. Bitte zur Unfallvermeidung nicht ohne Aufforderung eintreten!
- Mo.- Sa. 10 – 12 Uhr Ankunft und Abholung von Gasttieren. Falls dies nicht möglich ist, kann die Abholung auch zwischen 17.30 – 18.00 Uhr erfolgen. Diese Öffnungszeiten sind einzuhalten, denn sie dienen der Ruhe der Gasttiere und einem ungestörten Arbeitsablauf mit den meist frei laufenden Tieren. Die telefonische Nachfrage nach dem Befinden der tierischen Gäste reduziert die Pflegezeit bei den Gasttieren und ist unnötig, denn bei schwerwiegenden, gesundheitlichen oder sonstigen Problemen würden die Eigentümer oder deren Tierarzt sofort kontaktiert.
Rüdenproblematik oder „Goldener Schnitt“?
Ziel dieser Hinweise ist eine objektive und vernünftige Einschätzung der Verhaltensweisen von Rüden und den entsprechenden Risiken. Mit den folgenden Ausführungen wird schnell klar, daß Rüden mit Sexualtrieb im Regelfall dominant sein müssen, um sich fortpflanzen zu können. Leider sind auch defensive, harmlose Rüden gesundheitlich gefährdet, weil auch diese potentielle Rivalen bei der Zeugung von Nachkommen sind, so daß auch Halter von defensiven Rüden die Gefahrenursache erkennen und unterdrücken könnten.
Rüden sind spätestens mit 1 Jahr geschlechtsreif und im Alter von ca. 20 Monaten werden sie nicht mehr als „Jungrüden“ von den starken „Alten“ toleriert. Die Caniden (Hunde) sind Rudeltiere. Innerhalb des Rudels gibt es ein männliches Alphatier, welches als stärkstes und einziges männliches Tier alle weiblichen Tiere des Rudels deckt. Junge und defensive Jungrüden werden solange geduldet, bis diese versuchen, die Stellung des „Deckrüdens“ einzunehmen. Dann kommt es zum Kampf und Ausschluß des Unterlegenen aus dem mit Urinduftstoffen abgegrenzten Territorium des Stärkeren.
In der freien, wilden Natur gehören Kampfspuren zum Alltag. Doch in der Zivilisation wird den wenigsten der bei Menschen gehalten Rüden ein Deckakt ermöglicht, obwohl alle ihre Sexualinstinkte und Hormone sie dazu nötigen. Entspricht damit unsere Rüdenhaltung der Natur oder ist nicht zu prüfen, ob die Produktion von Sexualhormonen rechtzeitig durch eine Kastration (= Goldener Schnitt) unterbunden werden sollte, bevor es zu Unfällen und unerwünschtem Verhalten kommt?
Geschieht dies rechtzeitig (im 2. Lebensjahr), kann nahezu immer überzogenes Imponier- / Dominanz- und Aggressionsverhalten, Markieren, Ungehorsam, Unruhe, Entlaufen und andere auf den unbefriedigten Sexualtrieb zurückzuführende, unangenehme Verhaltensweisen verhindert werden. Je später der Eingriff erfolgt, desto mehr werden die positiven Resultate durch „Gewohnheitsverhalten“ der Tiere geschwächt. Positiv wird auffallen, daß die Rüden ohne Sexualtrieb eine engere Bindung an den Menschen haben, ein vorhandener Charakter und Spieltrieb voll erhalten bleibt und auch die ihnen gestellten Aufgaben (Arbeitshunde) konzentrierter und besser lösen. Eventuell auftretende Gewichtszunahme kann mit kalorienarmer Nahrung und Bewegung verhindert werden. Der medizinische Eingriff ist i.d.R. klein und nicht mit Schmerzen oder negativen Folgeerscheinungen für Hund oder Mensch verbunden.
Interessant ist, daß in Deutschland dieser sehr kleine medizinische Eingriff ohne emotionale Bedenken bei Katern, Bullen oder Hengsten durchgeführt wird (übrigens auch in Tierheimen!) und nur bei den Hunden die Emotionen hochschlagen. Aufklärung v.a. männlicher Vorurteile leistet auch der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fond), der z.B. zur Kastration rät. Ein unfallfreier Hundespaziergang ohne Leine ist für den Hund sehr viel wichtiger als ein nicht zu befriedigender Sexualtrieb!
Die Unfallgefahren mit Hunden, auch im Verhalten zu Kindern und Erwachsenen, sollten minimiert werden, so dass auch die Medien und Politiker nicht weitere, unnötige „Schlagzeilen“ machen können.
Nun kennen Sie die objektiven Zusammenhänge und haben eine bessere Entscheidungsgrundlage.
Kurze Auszüge aus dem Buch „Hunde verstehen und richtig erziehen“ zur Rüdenproblematik (Autoren: John Ross und Barbara McKinney)
In den meisten Fällen ist eine Kastration nützlich und nötig
Nach meiner Erfahrung hat die Kastration keine nachteiligen Auswirkungen
Es gibt gute Gründe für den Eingriff, gesundheitliche wie verhaltenstechnische
Prostataentzündungen und Krebsgefahr im Genitalbereich werden minimiert
Nicht nur sexuelle Frustration, auch mangelnde Erziehung, führt zu Verhaltensproblemen
Es werden weder Stärke, Wiederstandskraft noch Wachsamkeit der Rüden vermindert